16.10.2014

Post Polio-Syndrom ist kein Päusbonog

Die invalidisierende Wirkung eines Post Polio-Syndroms (PPS) beurteilt sich nicht nach der Rechtsprechung zu den anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen (sog. Päusbonog-Rechtsprechung).




Das hat das Bundesgericht im Urteil 9C_326/2014 vom 28.09.2014 entschieden.

Das PPS hat, so das Bundesgericht, eindeutig und stets eine klare organische Ursache zur Grundlage, ohne die dieses Syndrom gar nicht diagnostiziert werden könnte, nämlich eine durchgemachte Poliomyelitis als einer anerkannten neurologischen Krankheit. Daher ist eine analoge Anwendung der Rechtsprechung BGE 130 V 352 rechtlich ausgeschlossen. In der Rechtsprechung sei, so das Bundesgericht weiter, der Charakter des PPS als invalidisierende Krankheit seit jeher unbestritten. Das solle so bleiben, zumal das PPS hierzulande ja im Verschwinden begriffen sei...

Eigentlich dachte ich immer, das Recht gelte auch für häufige Krankheiten... Fiat iustitia et pereat mundus.

1 Kommentar:

datenraum hat gesagt…

Danke. Sie haben mir eine gute Idee gegeben. Jetzt will ich das auch unbedingt probieren. Habe gerade viel Zeit frei weil mein Business viel erfolgreicher mit VDRs geworden ist.