22.05.2013

Keine Anwendung der Päusbonog-Rechtsprechung bei degenerativen Abnützungen

Wird die Arbeitsfähigkeit nicht nur durch ein Schleudertrauma beeinträchtigt, sondern auch durch degenerative Abnützungen, so ist im Bereich der Invalidenversicherung die sogenannte Päusbonog-Rechtsprechung zu den somatoformen Schmerzstörungen und ähnlichen Krankheitsbildern nicht anwendbar.

Dies hat das Bundesgericht in einem Urteil 8C_873/2012 vom 30. April 2013  festgehalten: 5.2.2 Es trifft zwar zu, dass sich sinngemäss nach der Rechtsprechung zu den anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen beurteilt, ob eine spezifische und unfalladäquate HWS-Verletzung ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle invalidisierend wirkt (BGE 136 V 279). Im vorliegenden Fall ist allerdings zu beachten, dass im Gutachten des Instituts Y.________ vom 10. August 2010 allein aus orthopädischer Sicht körperlich schwere Arbeiten als unzumutbar erachtet werden und für mittelschwere Arbeiten, zu welchen auch die Tätigkeit als Krankenpflegerin gerechnet wird, eine 60%ige Arbeitsfähigkeit angegeben wird. Das kantonale Gericht übersieht, dass aus orthopädischer Sicht Befunde erhoben wurden, welche zumindest teilweise degenerativ bedingt sind, weshalb das Beschwerdebild nicht allein durch die Folgen der am 14. November 2003 erlittenen HWS-Distorsion bestimmt wird.

17.05.2013

Zehn Jahre «Scheininvalide» und immer noch keine Betrugsquote

Unter diesem Titel weist Mia zu Recht daraufhin, dass das BSV auch nach 10 Jahren Scheininvalidenkampagne bewusst keine prozentualen Angaben zu den Betrugsquoten in der IV macht. Die immer wieder genannte Zahl von 5% ist jedenfalls viel zu hoch. Hier geht's zu Mia: http://ivinfo.wordpress.com/2013/05/17/10-jahre-scheininvalide-und-immer-noch-keine-betrugsquote/