18.09.2012

Keine UVG-Adäquanzpraxis im Haftpflichtrecht

Mit Urteil 4A_171/2012 vom 25.06.2012 hat das Bundesgericht entschieden, dass im Haftpflichtrecht die besondere Adäquanzpraxis nicht anwendbar ist, die im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung (UVG) für Schleudertraumen und psychische Unfallfolgen gilt (vgl. zur besonderen Adäquanzpraxis im UVG: http://www.rahuber.ch/Schleudertrauma.html).

Urteil aus dem Jahr 1997 bestätigt

Damit hat das Bundesgericht sein Urteil BGE 123 III 110 aus dem Jahre 1997 bestätigt und damit endlich Klarheit geschaffen.

Leistungen aus UVG nein, Leistungen aus Haftpflicht ja

Konkret bedeutet das, dass Unfallopfer, die unter psychischen Unfallfolgen oder einem Schleudertrauma leiden, auch weiterhin kaum je Rentenleistungen aus UVG erhalten, aber mit Aussicht auf Erfolg Leistungen gegenüber dem Haftpflichtigen bzw. dessen Haftpflichtversicherung geltend machen können.

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